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WLAN für Geflüchtete
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Tim Beyermann 28. Juni 2016 | Ein Bericht WLAN für Geflüchtete Vergangenen Samstag besuchten die Stadtverordnete Simona Sergi und ich das Hotel Albatros in Walldorf. Gemeinsam wollten wir mit den Asylsuchenden über den Antrag der DKP/Linke Liste sprechen, auch im Flüchtlingsheim ein kostenloses WLAN einzurichten. Wie von unserer Genossin und Stadtverordneten Gelincik Tuzcu bereits in der Debatte über das kostenfreie WLAN klar gemacht wurde, hängt Mörfelden-Walldorf hier nicht nur seinen Partnerstädten Vitrolles, Wageningen und Torre Pellice hinterher, wir erschweren den Geflüchteten ohne dieses Angebot auch schlichtweg die Kommunikation mit ihren Familien und die Integration maßgeblich. Aus den Gesprächen konnten wir ableiten, dass der durchschnittliche Bewohner ca. 20 € im Monat für ein Volumen von bis zu 3 Gb ausgibt. Selbstverständlich würde das nicht bis zum Monatsende ungedrosselt reichen, aber Zitat: „Ich kann das nicht bezahlen“. Doch wofür benutzen die Geflüchteten eigentlich ihre Handys? Dass mit Verwandten in der Heimat, oder auf der Flucht gesprochen wird, ist bekannt. Aber auch um erfolgreich an Integrations- und Deutschkursen teilnehmen zu können, werden die Mobiltelefone verwendet. Das Lesen von deutschen Nachrichten, das Schauen deutscher Serien und Filme aber auch das Nachschlagen von Begriffen ist Teil des Lernprozesses. Das geht mit dem Handy am einfachsten, klar. Eine Geschichte hat bei unserem Besuch allerdings auch für Kopfschütteln gesorgt. Viele der Bewohner im Hotel Albatros haben aktuell Probleme überhaupt zu telefonieren oder ins Internet zu kommen. Deutsche Freunde eines der Betroffenen riefen bereits mehrfach einen Techniker des Mobilfunkkonzerns herbei, welcher sich jedes Mal, Tage später, schriftlich entschuldigen lies und nie im Albatros auftauchte. Simona Sergi hat daraufhin sofort ihre Hilfe angeboten und wird sich der Sache zusammen mit den Betroffenen annehmen. Wir bleiben dran.
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Tim Beyermann 28. Juni 2016 | Ein Bericht WLAN für Geflüchtete Vergangenen Samstag besuchten die Stadtverordnete Simona Sergi und ich das Hotel Albatros in Walldorf. Gemeinsam wollten wir mit den Asylsuchenden über den Antrag der DKP/Linke Liste sprechen, auch im Flüchtlingsheim ein kostenloses WLAN einzurichten. Wie von unserer Genossin und Stadtverordneten Gelincik Tuzcu bereits in der Debatte über das kostenfreie WLAN klar gemacht wurde, hängt Mörfelden- Walldorf hier nicht nur seinen Partnerstädten Vitrolles, Wageningen und Torre Pellice hinterher, wir erschweren den Geflüchteten ohne dieses Angebot auch schlichtweg die Kommunikation mit ihren Familien und die Integration maßgeblich. Aus den Gesprächen konnten wir ableiten, dass der durchschnittliche Bewohner ca. 20 € im Monat für ein Volumen von bis zu 3 Gb ausgibt. Selbstverständlich würde das nicht bis zum Monatsende ungedrosselt reichen, aber Zitat: „Ich kann das nicht bezahlen“. Doch wofür benutzen die Geflüchteten eigentlich ihre Handys? Dass mit Verwandten in der Heimat, oder auf der Flucht gesprochen wird, ist bekannt. Aber auch um erfolgreich an Integrations- und Deutschkursen teilnehmen zu können, werden die Mobiltelefone verwendet. Das Lesen von deutschen Nachrichten, das Schauen deutscher Serien und Filme aber auch das Nachschlagen von Begriffen ist Teil des Lernprozesses. Das geht mit dem Handy am einfachsten, klar. Eine Geschichte hat bei unserem Besuch allerdings auch für Kopfschütteln gesorgt. Viele der Bewohner im Hotel Albatros haben aktuell Probleme überhaupt zu telefonieren oder ins Internet zu kommen. Deutsche Freunde eines der Betroffenen riefen bereits mehrfach einen Techniker des Mobilfunkkonzerns herbei, welcher sich jedes Mal, Tage später, schriftlich entschuldigen lies und nie im Albatros auftauchte. Simona Sergi hat daraufhin sofort ihre Hilfe angeboten und wird sich der Sache zusammen mit den Betroffenen annehmen. Wir bleiben dran.